complicated

“Du Lola?” “Ja?” “Warum sind Frauen so kompliziert?”

Der jungeMann, der mir gegenüber sitzt und ich, wir haben schon mindestens ein Bier mehr getrunken, als uns eigentlich gut täte, sprich: wir sind betrunken. Aber betrunken kann man ja durchaus noch nachdenken. Trotzdem kann ich ihm keine Antwort geben. Weil ich mit Lachen beschäftigt bin.

Stattdessen drücke ich ihn und sage ihm, dass die Richtige kommen wird. Ich bin sogar betrunken genug um es ihm zu versprechen.

Aber seine Frage beschäftigt mich. Denn ich bin geneigt sofort loszupoltern, dass er das nur sagt, weil er ein Mann ist und Männer überhaupt auch kompliziert sind. Tatsächlich finde ich die meisten Frauen auch deutlich komplizierter als Männer, nenne das aber diplomatisch “Vielseitigkeit”. Und ja, natürlich, Männer sind auch kompliziert. Menschen sind kompliziert. Es sind die verschiedenen Ansichten, Erziehung, Vorbilder, Religion, Umfeld, die eigene Vergangenheit. All das, was einen zu einem Menschen formt.

Und das was er an den genannten Frauen (denn er gab mir noch ein paar Beispiele an) kompliziert findet, dass sehen andere vielleicht gar nicht so. Und ich denke, so ist das mit der Liebe und der Suche nach dem Glück. Man sucht gar nicht den schönsten und tapfersten und klügsten Menschen. Man sucht den einen, den man selbst am wenigsten kompliziert findet. Und mit viel Glück sieht der das dann andersherum auch so.

(Und natürlich ist es nicht schlimm, wenn weitere Eigenschaften Schönheit, Tapferkeit und Klugheit sind)

strawberry field

Alle erzählen mir, dass sie die ersten selbstgezogenen Erdbeeren naschen. Erdbeerernte überall. Und Tomaten auch. Auf nahezu allen Balkonen dieser Welt scheinen Erdbeeren und Tomaten in Hülle und Fülle zu wachsen.

Und meine Pflanzen? Trauen sich immerhin, mal zu blühen. Na endlich!

image

image

Die Erdbeere blüht rosa, das habe ich noch nie gesehen. Mal schauen, wie die Früchte werden. Die Tomate hat zahlreiche Blüten, schon seit Wochen. Sonst tut sich nichts. Die Hortensie bekommt keine Früchte, die blüht einfach so und sehr üppig.

Und sonst so auf meinen Balkonen?

image

Erinnert ohr euch an meine Kapuzinerkresse? Die kann wirklich jeder pflanzen, die ist absolut pflegeleicht. Jetzt könnte sie aber auch mal blühen (ich bin so ungeduldig)

image

image

Meine Kräuter. Rosmarin, Thymian, Zitronenmelisse, Bohnenkraut, Minze und irgendwas. Habe ich schon wieder vergessen. Minze wuchert ja auch wie Unkraut. Immerhin: der Hugo wird den ganzen Sommer lang fließen.

image

image

image

Umd noch etwas Balkonkästen-Idyll. Das sind Petunien, Bartnelken und Zierstiefmütterchen. Möglicherweise bin ich gegen eine oder alle hochgradig allergisch – kurz nach dem Einpflanzen ist mir ja das Auge angeschwollen. Vielleicht sind sie aber auch unschuldig. Ich werde es nicht testen und sie einfach nur weiterhin gießen.

fleischfrei heute

Ich koche ja gerne, aber manchmal reicht auch ne gute Scheibe Brot. Ne Knifte. Ne Stulle. Ein Bütterchen. Das sollte aber mehr sein, als nur Brot mit einer Scheibe Käse. So ein Butterbrot kann rocken.

Außerdem kann ich euch auch gleichzeitig diesen Mädchenbrotaufstrich zeigen. Pürierte Barbie? In Wahrheit ist es der Alnatura-Aufstrich Rote Bete mit Meerrettich. Ich benutze solche Aufstriche gern als Butterersatz. Schmeckt aber auch pur.

image

Pur war mir aber zu langweilig. Auf die andere Seite noch Sandwichcreme und Kresse. Dann noch eine Scheibe Käse dazwischen. Fertig!

image

Ursprünglich hatte ich noch an ein gekochtes Ei gedacht, aber dafür reichte die Zeit nicht mehr. Dann halt nächstes Mal.

Guten Appetit und einen schönen Samstag Abend!

ja neeee, is klar!

Meine Kollegen sagen, ich sei ein Ess-Autist. Soll heißen: ich habe unter der Woche einen sehr geregelten Ablauf meiner Nahrungsaufnahme. Sehr. Ich komme durcheinander, wenn der Plan durcheinander kommt. Also, ich schaffe es, aber mein Essen hat feste Zeiten. Morgens frühstücke ich Zuhause, dann gibt es um 10 Uhr (manchmal auch erst um 10:30 Uhr) eine Banane, die mich bis zum Mittagessen um 13 Uhr rettet. Und dann esse ich relativ früh am Abend mein Abendessen. So und nicht anders. Glücklicherweise ist eine andere Kollegin von mir da noch schlimmer.

Nur die letzten Tage waren merkwürdig. Schon gegen 9 Uhr fiel ich fast unterzuckert vom Stuhl und war froh, wenn ich es überhaupt bis 10 Uhr schaffte, bevor ich die Banane inhalierte. Und dann? HUNGER! HUNGERHUNGERHUNGER! Der Magen knurrte ständig. Trinken half nichts. Kräuterbonbon lutschen half nicht. Mist. Süßigkeitenvorräte der Abteilung geplündert. Wie eine Heuschrecke fiel ich über Schokolade und (polnisches) Toffee her. Und war froh, wenn ich es bis zur Mittagspause durchhielt. Nach einigen Tagen voller Karamellbomben (es ist toll, eine polnische Kollegin zu haben) war mir klar, dass ich gar nicht so viel Sport machen kann, um dieser Kalorienzufuhr dauerhaft standzuhalten. Also schrieb ich Obst auf den Einkaufszettel und nahm heute viel Obst mit. Und Naturjoghurt. Ha! Statt Karamell dann heute mal Aprikose, Pfirsich und Pflaume, in Joghurt getunkt. Viel besser.

Natürlich hatte ich heute keinen Hunger. Ja neee. Is klar.

(na gut, der Hunger kam, aber erst pünktlich zur 10 Uhr-Banane und dann erst wieder kurz vor der Mittagspause. Gab es das Obst halt als Nachtisch.)

Neue Literatur

Auf Flohmärkten kaufe ich gerne Bücher. So zum Beispiel diese hier:

image

Nein, nicht für mich. Auch nicht für den eigenen Nachwuchs (bevor hier die Gerüchteküche brodelt), sondern für die Kinder, die hier zu Besuch kommen. Das werden ja immer mehr. Einen weichen Ball haben wir auch schon. Mal schauen, was sonst noch so dazu kommt.

Aber natürlich habe ich auch noch was für mich auf dem Flohmarkt gekauft.

image

Ein Milchkännchen. Da teile ich mit meiner Mutter eine Leidenschaft. Mein Geschirr ist ganz schlicht hell, dann kann ich so wenigstens ein bisschen Abwechslung auf die Kaffeetafel bringen.

Umd jetzt lese ich die Pixibücher.