Hello, my dear

Hallo Liebe,
Nice meeting you, i wanna be your friend .. Erste Freundschaft kann man nicht sehen oder sogar berührt werden, muss es innerhalb der heart.Hoping Sie fühlen sich einfach so, wie ich do.wow, Freunde sind spürbar wie Kleidung, ohne sie dich nackt fühlen! Ich denke, ich rechts.
mein Name ist Maureen verpassen, werde ich Ihnen mehr über mich erzählen, meine Familie und alle, die vielleicht notwendig, in dieser Beziehung, wenn Sie in diesem mail.If Interessiert Sie, get back to me auf meine E-Mail: (missxxx@hotmail.com)
Mit freundlichen Grüßen teuer,
Maureen.

Großartig. Ich liebe Spam.

Add comment 13. November 2009 frauenplausch
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You’ve got Mail

Ich bin nicht so der Typ, der mit seinen Ex-Freunden befreundet sein möchte. Es hat nicht geklappt, das hat seine Gründe. Am liebsten wäre es mir, wenn ich nie wieder an sie denken müsste. Egal, ob sie sich von mir oder ich mich von ihnen getrennt habe. Da zwei von ihnen nicht in meiner Stadt wohnen, sondern mehrere hundert Kilometer entfernt sind, laufe ich denen wenigstens nicht ständig über den Weg. Ich finds gut so. Mich nerven schon die Zusammentreffen mit diesen diversen „Liebschaften“. Was soll man sich sagen, wenn man sich eigentlich nie was zu sagen hatte?

Dann ist da meine erste große Liebe. Wir waren Anfang 20, wild verliebt und dachten, niemals würden wir uns trennen. Es würde immer so bleiben. Und dann nach 3,5 Jahren haben wir uns getrennt. Weil alles so anders wurde. Das ist Jahre her. Und ihm laufe ich dann doch noch ab und an in die Arme. Es ist…okay. Wir hassen uns nicht. Der Schmerz ist längst vergessen und wir haben uns ja immerhin mal sehr geliebt. Wenn man sich dann viermal im Jahr auf einem Konzert oder einer Party trifft, dann kann man mal kurz reden, ein bisschen plaudern, was es so Neues gibt. Viel Gemeinsamkeiten und gegenseitiges Verständnis gibt es da jedoch nicht mehr. Meist denke ich „gut, dass das ein Ende gefunden hat“ nach unseren Treffen.

Dann lag da neulich dieser Zettel in meinem Briefkasten. „Ich habe es jetzt ein paar Mal bei dir probiert, aber du warst nie Zuhause. Vielleicht ja demnächst mal wieder! S.“
Zum ersten Mal seit Tagen denke ich, wie froh ich bin, dass ich derzeit so viel unterwegs bin. Und am liebsten möchte ich einen Zettel an meinen Briefkasten kleben: ich habe keine Lust, dich in meine Wohnung zu lassen. Und erst recht nicht unangemeldet. Wenn ich nach Hause komme, dann will ich meine Füße hochlegen, was vorm Fernseher essen und nur reden, wenn ich es will. Dann will ich mit dem Liebsten skypen und Minuten damit verbringen, ihn verliebt anzustarren. Ich will nicht, dass jemand meine unaufgeräumte Wohnung sieht, meine Unterwäsche auf dem Wäscheständer und mich in den Gammelklamotten anschauen kann. Ich will nicht, hörst du!?

Wenn es demnächst an der Tür klingelt, dann werde ich mich tot stellen. Definitiv.

Add comment 11. November 2009 frauenplausch
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Queen of Morgenmuffeligkeit

Ich rede gerne. Es macht mir nichts aus, auch nur belanglosen Smalltalk zu halten, mit Kollegen im Fahrstuhl zum Beispiel. Entgegen irriger Annahmen rede ich nicht den ganzen Tag lang :) Ich kann auch ganz gut schweigen. Ich finde es auch ganz schön, wenn man miteinander schweigen kann. Und dann gibt es diese Momente, da kann ich einfach nicht reden. Morgens.

Morgens fährt mein Körper auf Sparflamme und zwar komplett. Mit halbgeschlossenen Augen wanke ich unter die Dusche, putze mir die Zähne, zieh irgendwas ausm Schrank und mir an. Dann fahre ich zur Arbeit: mit öffentlichen Verkehrsmitteln, was so ein bisschen die Hölle auf Erden ist. Überall Menschen. Die redenredenreden. Am schlimmsten ist es, wenn ich dort schon Arbeitskollegen oder Bekannte treffe. „Ach, Lola, schönen guten Morgen! Wie geht es dir? Wie läuft’s bei der Arbeit? Hast du da eine neue Jacke an? Wie geht’s denn eigentlich XY? Mensch, wir müssen uns unbedingt mal wieder treffen!“ In dieser Zeit denkt mein Hirn maximal einen Gedanken: KAFFEE! Kaffee ist die Rettung.

Problem ist nur, dass ich Kaffee auf leeren Magen nicht packe. Da wird mir gleich schwummrig. Und vor ungefähr 8:30 Uhr bekomme ich keinen Bissen herunter. Mein Kreislauf muss erst ein klein bisschen in Schwung kommen, bevor ich an Nahrungsaufnahme überhaupt denken mag. Also frühstücke ich im Büro. Und bis dahin bin ich ohne Koffein. Und somit nicht ansprechbar oder aufnahmefähig. Meine direkten Kollegen wissen das. Sie sprechen mich vor 9 Uhr nur an, wenn irgendwas dringendes ist, das Haus brennt oder so. Andere Leute wissen das nicht und/oder es ist ihnen egal. Sie reden Morgens. Während ich mich hinter meinem iPod verstecken möchte, der dafür natürlich viel zu klein ist.

Warum? Warum reden Menschen morgens? Wie machen sie das? Wann kommt das Gesetz, dass es verboten ist, morgens Menschen anzusprechen, besonders, wenn sie noch leicht abwesend wirken!?

7 comments 10. November 2009 frauenplausch
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Entzug

Frisch verliebt…und auf Entzug. Der Nachteil von Fernbeziehungen ist ja, dass man sich in der Regel nur am Wochenende sehen kann. Doof nur, wenn es dann Wochenenden gibt, wo das auch nicht geht. Uns beiden ist schon klar, dass es zeitlich und finanziell kaum machbar ist, dass wir uns jedes Wochenende treffen. Man hat ja auch mal andere Termine.

Aber jetzt werden es zwei Wochenenden „ohne“ sein. Und das gerade jetzt, in dieser Frischverliebtphase, wo wir uns am liebsten kaum für fünf Minuten loslassen würden. Zwei Wochenenden plus die Woche davor und die Woche danach. Das sind also fast drei Wochen. Gefühlte 800 Tage und phantasttrillionen Stunden. Mindestens. Drei Wochen ohne seinen Geruch, seine Haut, seine Berührungen. Ohne sein Lächeln am Morgen, wenn er die Augen aufschlägt und mich ansieht. Ohne die Gänsehaut, die ich bekomme, wenn er meinen Hals küsst.

Und natürlich werden wir das schaffen. Und vermutlich wird es auch nicht das letzte Mal sein, dass wir so lange ohne den anderen auskommen müssen. Das Internet und dabei insbesondere Skype können helfen. Aber es ist nur ein schwacher Ersatz, glaubt mir.

Ich habe Entzugserscheinungen und zähle die Stunden. Und das die nächsten Wochen lang.

4 comments 5. November 2009 frauenplausch

Spieglein, Spieglein an der Wand

Ich liebe Shoppen. Meistens dauert das gar nicht so lange bei mir. Ich gehe in einen Laden, schaue ob mir was gefällt. Sehe ich auf Anhieb nichts, was mir ins Auge fällt, dann gehe ich auch direkt wieder. Und ansonsten überlege ich gar nicht lange, sondern nehme das Ding mit in die Umkleidekabine, probiere es an und dann wird es – sofern es passt – gekauft.

Neulich rief mich eine Freundin an und berichtete von einem Kleid, welches mir sicherlich gefallen würde, und das ich auch gut bei der Arbeit tragen könne, wenn mal wieder wichtigere Meetings mit irgendwelchen Event-Management-Yuppies anstünden. Das Kleid ist kurz, ich bin groß, aber man kann gut eine Hose oder (etwas gewagter) eine blickdichte Strumpfhose darunter ziehen. Auf jeden Falle eine Alternative zum langweiligen Hosenanzug.

Ich also los, in den Laden und habe das Kleid dann auch direkt gefunden. Auf in die Umkleidekabine, rein ins Kleid. Und dann: keine Spiegel.

Es ist ein furchtbarer Albtraum. Ich hasse Umkleidekabinen ohne Spiegel, wenn ich also gezwungen bin, raus zu gehen und mich mitten im Laden mein Spiegelbild zu betrachten. Man kann davon ausgehen, dass genau zu der Zeit mindestens vier Mädels um dich herumspringen, die a) alle jünger und b) gut zehn Kilo leichter sind. Ich habe keine Figurkomplexe – bis zu diesem Moment. Und dann ist es ja auch ab und an so, dass das Kleidungsstück zwar super aussieht, aber dir einfach nur merkwürdig sitzt. Es wird eine seltsame Falte, oder ist doch zu kurz oder halt eben zu eng, zu klein, was weiß ich. Und dann stehst du vor dem Spiegel und bekommst das Gefühl, dass alle einen anstarren. Und du überlegst noch, ob du es eine Größe größer probierst oder ganz aufgeben sollst. Schön sind dann noch magersüchtige Verkäuferinnen: „Nee, noch größer gibt es das nicht!“ Danke.

Das Kleid und ich verlassen also die Kabine, ein paar Mädchen tänzeln in Röhrenjeans vorm Spiegel, während ich überlege, ob das Kleid nicht doch besser zwei Zentimeter länger wäre. Sie kichern, die Mädels. Schauen die etwa mich an? Lachen die über mich? Dann kommt die Verkäuferin, etwa mein Alter und lächelt. „Nimm das! Mit deinen Beinen kannst du das auf jeden Fall tragen!“ Das hat mir noch niemand gesagt. Manchmal lohnen sich solche spiegellosen Umkleidekabinen also doch!

1 comment 4. November 2009 frauenplausch
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pictures of me

„Das ist aber schön hier!“ waren seine ersten Worte als er meine Wohnung betrat und mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen. Ich mag meine Wohnung ja auch sehr, aber es ist halt an einigen Stellen wirklich chaotisch und bunt zusammen gewürfelt. Seine Wohnung hingegen ist eher ein wenig leer und gezielter eingerichtet.

Dominant an meinen Wänden: zum einen eine Pinnwand mit vielen kleinen lustigen Zetteln, Zeitungsschnipseln, Postkarten und Kritzeleien. Zum anderen ein Bilderrahmen und ganz vielen Fotos von mir und meinen Liebsten. Meine kleine Welt. Bilder von Geburtstagen, von gemeinsamen Abenden, Konzertbesuchen, im Urlaub. Ich mag diesen Rahmen, der schon seit ungefähr einem Jahr dort hängt. Aber wann habe ich ihn mir das letzte Mal genauer angeschaut? Das ist zu lange her, stelle ich fest. Denn als er davor steht, bemerke ich, wie er kaum spürbar zusammenzuckt. Und dann fällt mein Blick auf das eine Foto, es ist nur ein einziges. Aber ich kann verstehen, was er fühlt und denkt.

Dieses Foto zeigt mich und meinen Exfreund. Wir liegen nebeneinander auf einer Wiese in der Frühlingssonne und hören gemeinsam über einen mp3-Player Musik. Beide sehen wir glücklich und entspannt aus. Ich muss zugeben: es ist ein wunderschönes Bild. Die Farben sind schön, das Licht fällt schön und wir strahlen von innen.

Nur hatte ich es vergessen. Ich hatte nicht einen Moment daran gedacht, als ich meine Wohnung aufgeräumt habe. Und obwohl er nichts weiter sagt, obwohl er das ganze Wochenende weiterhin wunderbar zauberhaft ist, könnte ich mich für diesen Moment ohrfeigen. Natürlich ist es klar, dass ich eine Vergangenheit habe. Dass es Männer gibt, die ich mal (mehr oder weniger) geliebt habe. Aber wie hätte ich denn reagiert, wenn ein Bild von ihm und seiner Exfreundin mitten in der Wohnung gehangen hätte?! Vermutlich viel uncooler als er.

Nachdem er gestern Abend gefahren ist, nehme ich den Bilderrahmen von der Wand und tausche das Foto aus. Es ist Vergangenheit. Eine schöne Erinnerung an einen schönen Moment. Hinein kommt eine andere schöne Erinnerung, ein Bild von zwei Freundinnen von mir, als wir im Sommer unsere Füße in den East-River hielten. Das alte Foto kommt in einen Pappkarton, zu anderen Erinnerungen. Und dort wird es bleiben.

5 comments 2. November 2009 frauenplausch
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Zeig mir deine Welt

Sonntag Abend, bevor ich mich von diesem zauberhaften Mann trennen musste um nach Hause zu fahren, fragte er mich, was ich denn am nächsten Wochenende vor hätte. Hmmm, nichts eigentlich. Und dann lud er sich direkt ein. Er würde natürlich auch gerne mal sehen, wie ich lebe.

Wie ich lebe. Meine kleine Altbauwohnung, die eher chaotisch-gemütlich ist und krumme Böden hat. Die Fotos meiner Freunde an der Wand. Meine Schuhe. Der Blick in den Garten. Meine Stadt, meine Lieblingsplätze, meine Stammbar und mein liebster Coffeestore. Meine Freunde, die sich grundsätzlich freuen, aber auch immer skeptisch sind und mich so sehr vor Schmerz beschützen wollen wie ich sie vor Schmerz beschützen will.

Ich mag mein Leben. Ich habe es mir genau so ausgesucht. Ob es ihm auch gefällt, das wird sich dann zeigen. Natürlich hoffe ich es sehr. Und Gespräche über BücherFilmeMusik haben gezeigt, dass zumindest diese Interessenfelder übereinstimmen. Das ist gut, das macht Mut. Und den Rest kann ich sowieso nicht beeinflussen.

Aufräumen muss ich noch. Ein paar Stunden bleiben mir. Und dann ist er endlich da. In meiner Welt. Bei mir.

4 comments 29. Oktober 2009 frauenplausch

Komm, kneif mich

Seit dem Wochenende – das ja schon wieder gefühlte hundert Jahre zurückliegt – laufe ich mit diesem leicht debilen Grinsen durch die Welt. Ich wusste nicht mehr, wie schön es ist, so frisch und wunderbar verliebt zu sein. Schmetterlingalarm in meinem Bauch. Und das schönste: es beruht auf Gegenseitigkeit. Er nimmt mein Gesicht in die Hand, küsst mich, schaut mir in die Augen und sagt „Das hätte ich schon bei der Hochzeit tun sollen.“

Und ich bin glücklich. Eine kleine Stimme im Hinterkopf sagt mir: wäre das hier ein Film oder ein Buch, dann hätte die Sache einen großen Haken. Dann wäre er nur so, um dich rumzukriegen. Oder weil er eine Wette verloren hat. Oder spätestens in drei Tagen fällt ihm ein, dass er eine Freundin hat. Oder schlimmer: es kommt raus, dass unsere Familien verfeindet sind und wir eine Art moderne Romeo & Julia werden.

Ich spinne. Ich weiß das. Filme & schundige Frauenliteratur sind daran schuld. Ich kann mich kaum entspannt meinem Glück hingeben. Weil ich auch irgendwie diese Angst habe, es zu versauen, aber richtig. Weil ich mich verliebt habe. In den letzten Wochen in seine E-Mails, am Wochenende dann so richtig. In ihn. Sein Lächeln, seine Sichtweise auf die Dinge, seine Art, sein Humor. Er bringt mich zum Lachen und zum Nachdenken.

Die große Lola sagt: Natürlich ich! Ich bin doch Lola! Die, die mit einem Lächeln die Welt retten kann. Die gerne mit Männern Sportschau guckt. Die mit großen Kulleraugen bei jedem Mann den Beschützerinstinkt weckt. Die, die selbstsicher ist und das auch ausstrahlt. Die weiß, was sie will.

Die kleine Lola fragt: warum ich? Ich bin doch nur Lola. Die mit den Zottelhaaren. Die, die drei Kilo weniger wiegen könnte. Oder auch fünf. Die ihre Fingernägel nicht mag. Und immer rot wird und sich dann verhaspelt. Die sagt, was sie denkt, aber manchmal zu schnell, ohne nachzudenken.

Engel und Teufel streiten sich noch, da bekomme ich eine SMS: „Weißt du eigentlich, was für ein Glück ich mit dir habe?!“

Komm, kneif mich. Ich glaub’s sonst nicht.

10 comments 27. Oktober 2009 frauenplausch

Und so war’s

Freitag Nachmittag und mein Auto schnurrt über die Autobahn. Keinerlei Mucken, kein Stau, nichts also, was mich aufhalten kann. Bei ungefähr der Hälfte der Strecke denke ich „Soll ich umdrehen? Ist das, was du hier gerade machst, nicht vollkommen irre?“ Aber ich fahre weiter. Weiterweiterweiter. Während einer Pause schau ich mich im Spiegel an. Meine Wangen leuchten. Natürlich. Meine Augen aber auch. In mir ist größtes Chaos. Einerseits unbändige Vorfreude, andererseits aber auch eine scheiß Angst.

Doch dann bin ich da. Stehe vor seinem Haus und muss mich einen Moment sammeln. Meine Hände zittern, meine Knie auch. Um Gottes willen, wenn er mich so sieht?! Einatmen, ausatmen. Lola, du triffst dich nicht zum ersten Mal mit einem Mann, stell dich nicht so an! Und dann steht er da in seiner Tür und lächelt mich an, nimmt mich in den Arm und drückt mich. Verflucht, riecht er gut. Verflucht, zittern meine Knie.

Er kocht für mich, Pasta. Ich durchstöbere seine CD- und Büchersammlung durch. Sehr schön. Vieles besitze ich auch, vieles würde ich gern besitzen und einiges kenne ich auch gar nicht. Interessant.
Und dann essen wir, trinken Wein, reden über Musik, die Hochzeit, Bücher, Filme und das Leben. Ich bekomme Kopfschmerzen. Klar. Die Fahrt, die Anspannung und der Wein. Verdammt. Auch die Kopfschmerztablette hilft nicht wirklich. Ich schiele auf die Uhr. 0:43 Uhr…ich bin seit gefühlten tausend Stunden wach. In der letzten Nacht gab es viel zu wenig Schlaf. Dazu der Wein und die Kopfschmerztablette…ich könnte auf der Stelle einschlafen.

Mittlerweile sind wir auf seinem Sofa schon recht nah aneinander gerutscht, aber ein gewisser Abstand herrscht zwischen uns. Vorsichtig bin ich den ganzen Abend darauf bedacht gewesen, nicht zuu nah ranzurücken. Nicht, dass er denkt, ich will ihn direkt überfallen. Und wie peinlich wäre das auch?! Diese Vorstellung…ich kann nicht mehr meine Finger bei mir behalten (und es fällt mir wirklich schwer) und er rückt entrüstet ab!?
Aber mein Kopf wiegt ca. 5 Kilo. Ich kann nicht mehr. Und dann streicht er mir eine Haarsträhne hinters Ohr. „Alles in Ordnung?“ „Kann ich mal eben meinen Kopf an deine Schulter legen?“ Unter normalen Umständen würde ich solche Sätze niemals nie aussprechen. Und für einen winzigen Moment befürchte ich, dass ich das auch noch bitter bereuen werde.

Aber er zieht mich an sich, legt meinen Kopf wie selbstverständlich an seine Schulter und streicht mir über die Haare und die Stirn. So hält er mich in seinen Armen. Als würden wir das immer so machen. Als wäre es das Normalste der Welt.
Ich kann sein Herz schlagen hören. Fast mache ich mir Sorgen, ob er das überlebt, so schnell und unregelmäßig schlägt es.

Es schlägt. Für mich. Wie er mir dann sagt. Und ich habe Angst, dass ich aufwache und alles nur ein Traum war.
Aber als ich am nächsten Morgen aufwache, da hält er mich im Arm. Und lächelt mich an. Es ist unfassbar. Dann nimmt er meine Hand und lässt sie das ganze Wochenende kaum noch los. Wir reden. Wir lächeln.

Was sind schon 400 Kilometer? Nichts, eigentlich.

11 comments 26. Oktober 2009 frauenplausch

Denn mal los

Gestern Nachmittag schrieb er mir in einer Mail, wie furchtbar viel er derzeit bei der Arbeit zu tun hätte. „Ok“, dachte mein Hirn sofort „er wird absagen.“ Er wird es nicht schaffen, es wird ihm zu viel und einen Tag vorher wird er absagen.

Fünf Jahre ist es her, da hatte ich einen Flirt, ein paar Wochen lang, und dann lud er mich zum Essen ein.
Drei Stunden vorher sagte er ab. Ich habe nie wieder von ihm gehört. Nie wieder. Fünf Jahre. Ich bin verrückt.

Denn seitdem kann ich mich kaum noch wirklich vorfreuen. Bei jeder Mail denke ich, dass ich eine Absage bekomme. Ich gehe immer davon aus, noch kurz vorm Treffen einen Korb zu bekommen. Dabei ist mir das danach nie wieder passiert. Aber ganz tief in mir drin sitzt diese Furcht.

Er hat nicht abgesagt. Stattdessen kam eben noch eine SMS, dass er sich sehr auf das Wochenende freut.
Na, dann werde ich mal los. Ich wünsch euch was. Und mir erst.

5 comments 23. Oktober 2009 frauenplausch

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