mein neues Büro

Seit dem 1. Januar habe ich einen neuen Job und somit auch ein neues Büro. Das Büro be”wohnte” vorher ein Mann, der das wohl ziemlich verwahrlosen hat lassen. Zudem kam noch, dass er Alkoholiker ist und sein Büro wohl auch als Vorratslager diente. Einige Monate lang hat man versucht, ihm eine Chance zu geben, nun ist er aber gekündigt und ich die Neue.

Weil ich wirklich sehr nette Kollegen habe, haben die die Weihnachtsruhe genutzt und das Büro leer geräumt. Ich habe Andeutungen mitbekommen, wie es ausgesehen hat und ich bin froh, dass ich es nicht selbst sehen musste. Zum Einstand habe ich dann übrigens noch ein Alpenveilchen bekommen (die ich zwar nicht so toll finde, aber die Geste fand ich trotzdem sehr lieb). Ein Alpenveilchen und ein leeres Büro. Tisch, Stühle, ein Wandschrank, ein Sideboard. Es hallt im Büro, wenn ich spreche.

So nach und nach wird es fast wohnlich. Ich selbst habe ein paar Dinge dazu beigesteuert, aber es gab auch noch Geschenke.

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Die Priemel (wieder eine Blume, die ich mir selbst niemals kaufen würde) ist so ein Geschenk, von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter, ein ganz lieber Opi. Die Kuh sind eigentlich Post-Its, ein Geschenk von einer Kollegin (und sie hat es widerum als Werbegeschenk bekommen) und das Duftzeugs mit Hölzern habe ich gekauft. Das Büro stank nämlich undefinierbar. Zuerst dachte ich, es wäre der uralte Teppich, der die Gerüche der letzten 35 Jahre abgibt. Dann aber musste ich erfahren, dass der Teppich erst anderthalb Jahre alt ist und noch gar nicht so viel erlebt hat. Na gut. Ist mir auch egal, hauptsache, ich kann das irgendwie ändern. Jetzt riecht mein Büro nach weißem Tee süßlich, aber sehr angenehm und die Frauen um mich herum sind entzückt.

Dazu habe ich noch eine Orchidee und eine größere Grünpflanze dazu gestellt und ich habe noch einen Kalender mit schönen Motiven bekommen. Es hallt immer noch und ich werde mir für die weißen Wände noch mindestens ein Wand-Tattoo (Vorteil: keine Löcher in den Wänden) besorgen, damit es ein bisschen freundlicher aussieht. Der Hausmeister hat heute dafür gesorgt, dass die Bürotür nicht mehr klappert (der hat irgendwas in die Dichtung geklebt).

Ich bin 40 Stunden in der Woche im Büro, arbeite mich in die neue Aufgabe ein und erfreue meine Kollegen mit meinem Fachwissen. Sie sind froh, dass ich da bin und die Zeit des Chaos ein Ende hat. Und ich bin froh, dass ich da bin.
Arbeit muss ja auch Spaß machen. Ich hoffe, dass es lange gut bleibt.

3 Gedanken zu “mein neues Büro

  1. Miss W sagt:

    Oh, ich hoffe doch sehr, dass sich der unangenehme Geruch definitiv aufgelöst hat. Ich habe ich Mühe, mich irgendwo aufzuhalten, wo’s unangenehm riecht…

  2. Olga sagt:

    Das klingt wie ein ganz netter Neuanfang! Und die Kühe finde ich sooo süß :0)

    Liebe Grüße

    von Olga

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